Die Geschichte der Stadt Lützen - Wirtschaft - Das Eisenbahnnetz. Die wirtschaftliche Struktur der Stadt L�tzen aus historischer Sicht beleuchtet. Sitemap
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Wirtschaft
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Eisenbahnnetz

Bahnhof Lützen Im Zuge der allgemeinen historischen und technischen Entwicklung wurde schon bald nach dem Bau der ersten großen Fernbahnen in Deutschland ein Eisenbahnanschluss für die Stadt erwogen.

Kapitalistische Industrien begannen sich an Orten mit guter Verkehrslage, wie in Leipzig, niederzulassen. Mit einem Anschluss an dieses moderne Verkehrsnetz wäre eine gesteigerte Entwicklung der Stadt an Einwohnerzahl und Industrie möglich gewesen. Der Durchgangsverkehr, der durch die Jahrhunderte die Erwerbsquelle der Bevölkerung war, sollte erhalten bleiben.


Schon um 1847 wurde in der Stadt Lützen ein Eisenbahnanschluss gefordert. Industrie und Landwirtschaft sollten einen spürbaren Aufschwung erfahren und dazu brauchte man ein effektives Transportmittel.

Bahn-Strecke Leipzig-Plagwitz-Pörsten

Jahre vergingen und die meisten der Streckenführungspläne wurden ad acta gelegt. Immer wieder intervenierten Lützener Bürger bei den entsprechenden Stellen.
Seit der Eröffnung der Zuckerfabrik im Jahre 1873 brauchte man Kohlen und Rüben. In der Gegend um Deuben und Lützen hatte sich die Braunkohleförderung stark entwickelt. Aber auch für den Lokalverkehr und den Transport von Agrarprodukten wurde der Bahnbau immer zwingender.

Erst am 01. September 1897 bekam Lützen seinen Bahnanschluss durch die Königlich - preußische Staatsbahn. An diesem Tage fuhr der erste Zug die Strecke von Leipzig/Plagwitz nach Lützen.
Die Strecke diente vor allem zur Versorgung der Zuckerfabrik Lützen, aber auch zur Abfuhr landwirtschaftlicher Güter und dem Berufsverkehr nach Leipzig und später nach Leuna.
Ebenfalls wurden durch die Bahn Produkte oder Rohmaterial für eine Reihe Kleinbetriebe Lützen transportiert.

Nach den zweiten Weltkrieg nutzten den Anschluss ein Agrochemisches Zentrum (ACZ) und die bäuerliche Handelsgesellschaft. Noch 1960 wurden täglich allein 700 Arbeiter nach Leuna mit der Bahn gefahren.
Bis 1990 waren auf den Abschnitt Leipzig - Plagwitz - Lützen die Züge im Berufsverkehr mit mehr als 400 Personen pro Zug ausgelastet.

Heute hat nicht nur das Bahnhofsgebäude sondern auch der Bahnhof Lützen mit seinen umfangreichen Gleisanlagen seinen Betrieb eingestellt.
Am 23. Mai 1998 fuhr zum letzten Mal ein Personenzug auf dieser Strecke. Die Gleisanlagen werden zur Zeit demontiert.

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