Die Geschichte der Stadt Lützen - Wirtschaft - Die Wasserwirtschaft. Die wirtschaftliche Struktur der Stadt L�tzen aus historischer Sicht beleuchtet. Sitemap
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Wirtschaft
 Die Wasserwirtschaft
 Der Flossgraben
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 Die Zuckerfabrik
 

Wasserwirtschaft

Die ökonomische Struktur der Ackerbürgerstadt Lützen hatte sich auch im 18. Jahrhundert noch nicht gewandelt. Im Jahre 1813 zählte sie 1.274 Einwohner in rund 200 Häusern. Es dominierten immer noch der Ackerbau, die Viehzucht und das kleinstädtische Gewerbe mit rund 100 Handwerksständen. Alles basierte mehr oder weniger auf dem bedeutenden Durchgangsverkehr (Via Regia).

Im Ackerbau hatte man sich dabei besonders auf Fenchel, dessen Welthandelszentrum Lützen zeitweilig war, und andere Gewürzpflanzen spezialisiert. Nicht unerheblich ist dabei auch die Bedeutung des Flossgraben, als Wasserlieferant für die Landwirtschaft.

"Zu Lützen baut man auf Stützen und braut das Bier aus Pfützen"

Dieser alte Spruch bezieht sich auf die Wasserversorgung Lützens vor 500 Jahren. Da der Grundwasserpegel sehr hoch war, befand sich auf den Markt eine große "Pfütze" und Moor um das auf einen eichenen Pfahlrost. Bei einem großen Stadtbrand am 24. April 1569 wurde der Wasserbedarf zum Löschen aus dieser Pfütze gedeckt.

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Erst im Jahr 1582 entdeckte man auf dem Acker des Michael Günther vor dem Lützener Tor (Richtung Weissenfels) eine Quelle mit süßem Wasser. Daraufhin ließ der Rat der Stadt Einfassungsarbeiten beginnen und beauftragte einen Leipziger Rohrbaumeister mit der Errichtung eines Röhrensystems. Der Naumburger Baumeister Esaias Müller vollendete dieses System.

Am 14. November 1591 floss zum ersten Mal aus einer Zisterne auf dem Marktplatz dieses Wasser. Die bisher genutzte Lache wurde zugeschüttet und gepflastert. Das Rohrsystem war aber nicht die einzige wassertechnische Leistung in Lützen und Umgebung.

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